La peste, il commercio internazionale e il culto di san Rocco a Lubecca. Proposte di metodo e prospettive di ricerca

Autore: Heinrich Dormeier
In: Sanctorum. 10, 2013
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Abstract

La peste, il commercio internazionale e il culto di san Rocco a Lubecca. Proposte di metodo e prospettive di ricerca
Der Beitrag versucht exemplarisch am Beispiel des Rochuskultes in Lübeck neue Methoden und Perspektiven der Erforschung der “Santità” in Deutschland aufzuzeigen. Gemäß den Hinweisen in den Missalien, den lateinischen und volkssprachlichen Gebetsbüchern und in den Frühdrucken der Heiligenlegenden (Passionalia) hat die Verehrung des Pestheiligen Rochus um 1490, also etwas später als in Nürnberg, Köln oder Flandern, Fuß gefasst. 1510-1511 wurde im Lübecker Dom eine eigene Rochusbruderschaft gegründet – eine in Deutschland einzigartige Aufwertung des neuen Heiligen. Gemeinsam mit der Darstellung des Heiligen und weiterer Pestpatrone auf dem neuen Lettner (tramezzo) der Marienkirche stellt die Neugründung dieser Bruderschaft einen qualtitativ neuen und ungewöhnlichen Schritt in der Verehrung dieses Heiligen dar. Zwar haben sich die Statuten und Mitgliedsverzeichnisse der Rochusbruderschaft nicht erhalten, aber vor allem auf der Grundlage von Hunderten ungedruckter Testamente gelingt es, für die zwei Jahrzehnte des Bruderschaftslebens die erstaunliche Zahl von über 40 Mitgliedern zu identifizieren. Wie in Nürnberg und in Flandern waren es auch in Lübeck, der Metropole der Hanse, nicht etwa die Amtskirche oder die großen Orden, sondern die Fernhandelskaufleute, die den Pestpatron Rochus zu einem der meistverehrten Heiligen vor der Reformation machten.